Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine zu den atopische Erkrankungen zählende, chronische entzündliche Hautkrankheit. Eine Atopie ist die erbliche Neigung des Immunsystems, auf Reize überempfindlich zu reagieren. Auch Heuschnupfen oder allergisches Asthma gehören zu den Atopien.
Neurodermitis-Patienten haben in der Regel eine extrem trockene, rissige und schuppende Haut mit einem erniedrigten Wasser- und Fettgehalt. Auch die Talgproduktion ist vermindert. Typisch für die Erkrankung sind entzündliche Hautreaktionen, die als Dermatitis oder Ekzeme bezeichnet werden. Meist gehen diese Hautreaktionen mit starkem Juckreiz einher.
Die Neurodermitis tritt häufig im Kleinkindesalter auf, heilt aber glücklicherweise in 60 % der Fälle wieder ab.
Die Neurodermitis ist in Deutschland weit verbreitet. So hat sich die Zahl der Betroffenen in den letzten 30 Jahren verdoppelt bis verdreifacht und liegt heute bei etwa 4 Millionen. Besonders stark ist der Anstieg bei Kleinkindern: hier hat sich der Anteil der Erkrankten seit 1960 sogar verfünffacht.